Mittwoch, 6. Oktober 2004
Ich beisse Euch den Kopf ab
Egal, wer Du bist, wenn Du Dich heute mit mir im Buero befindest, werde ich Dir den Kopf abbeissen.

Zwei Opfer -- Dr Smooth Voice und Mr. Serenity (glatzkoepfiger Brighton Boy der als unser IT-Fritze posiert) habe ich schon attackiert. Ausser ihnen ist nur Jay noch im Buero, alle anderen sind bei wichtigen meetings. Und Jay verlaesst uns in zwei Wochen. Den lasse ich mal in Ruhe.

Gestern habe ich eine e-mail an den Director of Business Development geschrieben, in der ich ihn bat, eine Aenderung in einem unserer Spreadsheets zu authorisieren (ich hatte zwei Spalten zu einer Tabelle hinzugefuegt). War als Scherz gemeint, nachdem wir am Vortag gesagt bekommen hatten, wir muessten von nun an Aenderungen authorisieren lassen. Ich haette nicht gedacht, dass das auch minimale Aenderungen wie Extraspalten oder zusaetzliche Items in einem Dropdownmenue betrifft. Deshalb war ich auch total ueberrascht, als Director of Business Development mich zu einem Gespraech bat:
"Was genau sind das hier fuer Aenderungen?"
"Zwei zusaetzliche Spalten."
"Hm." Klickt ein bisschen rum. "O.K. das sollte wohl in Ordnung sein." Klickt ein bisschen mehr rum. Blickt auf. "Danke."

Ach for Feck's Sake!

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Dienstag, 5. Oktober 2004
Unser Millionaer hat angebissen
Wir kriegen 1.3 Millionen. Das ist genug, um uns uebers naechste Jahr zu bringen. Der Millionaer ist Amerikaner, und sehr gross. Und natuerlich sehr reich. Und beruehmt (zumindest in gewissen Kreisen).

Ich werde seinen Namen mal nicht hier veroeffentlichen. Ich denke, unser Chef wird das mit einem Paukenschlag dann tun, wenn alle Papiere unterzeichnet und Aktien verteilt sind.

Mir auch eh egal. Alles, was mich interessiert, ist mein Kontostand, und der ist jetzt erst einmal gesichert.

Warum habe ich dann vorhin Doctor Smooth Voice angebloekt? Er hat es verdient! Sein offizieller Titel ist Director of Operations. Aber in Wirklichkeit ist er ein totaler Toeffel. Alle paar Wochen muss ich ihn mal zusammenfalten. Muss er abkoennen - er verdient ja schliesslich doppelt so viel wie ich.

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Mittwoch, 22. September 2004
Fischkopf als letzte an Bord (Ueber meine Arbeit)
Ich komme gerade von einem vertraulichen Gespraech mit einem meiner Kollegen zurueck. Er hat ein Jobangebot und braucht meinen Rat. Kaum sitze ich wieder am Schreibtisch, da fragt mich ein anderer Kollege ueber MSN, ob ich ihm eine Referenz geben kann fuer eine Bewerbung.

Wir sind ein vierkoepfiges Team.

Minus zwei...

Ich sehe mich schon als letzte das Licht ausmachen. Wir sind eine kleine Startup-Firma mit einem unmoeglichen Produkt. Zwar haben wir im Moment einen Millionaersinvestor am Angelhaken, aber wir muessen ihn noch ueber die Reling hieven, wobei noch alles moegliche schiefgehen kann.

Zum Beispiel: Das Research Team koennte zwei Mitarbeiter verlieren.

Zeit fuer Mittagspause...

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